Two bubbles, one with Chinese one with Latin characters

Translatologie

Weit mehr als Sprachkompetenz

Translationsberufe umfassen weit mehr als die bloße Beherrschung von zwei Sprachen. Professionelle Translation findet häufig in Risiko- und Hochrisikokontexten statt, insbesondere in spezialisierten Bereichen wie dem Rechtswesen, der Medizin oder technologiebezogenen Fachgebieten. Zugleich betrifft Translation stets Menschen – auch wenn sie unter Einsatz digitaler Hilfsmittel erfolgt –, deren Rechte und Interessen ebenso zu wahren sind wie die Grundsätze des Berufsethos. Daher bauen Translationsstudiengänge und -ausbildungen auf elaborierten Kompetenzmodellen auf und orientieren sich an einschlägigen Standards und Normen.

Akteure der Digitalisierung

Maschinelle Übersetzung ist kein neues Phänomen: Die Idee eines Algorithmus für die Übersetzung lässt sich sogar bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Erste Versuche, diese Idee technisch umzusetzen, erfolgten im 20. Jahrhundert. Ab den 1990er Jahren wurde die Arbeitsumgebung von Translator:innen schließlich in der Breite fortschreitend digitalisiert, was sich nachhaltig auf das Berufsfeld auswirkte: Professionelle Translator:innen verfügen heutzutage über eine Vielzahl digitaler Hilfsmittel. Das Feld verfügt daher über einen umfangreichen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Möglichkeiten, Risiken und Grenzen digitaler Technologien. Diese Expertise ist ein entscheidender Faktor in der aktiven Mitgestaltung der Digitalisierung translationsbezogener Prozesse.

weiße Schaltkreise auf blauem Hintergrund

Bild von Paris Bilal (unsplash)